Thailands Politik, Wirtschaft
& Infrastruktur Thailands, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsrisiken
und Malaria in Thailand
- Daten, Fakten, Zahlen und Informationen über Thailand.
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Politik, Wirtschaft,
Infrastruktur & Gesundheit in Thailand
- Thailand Informationen
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(Malaria-Station
in Laem Ngop vor Koh Chang in Thailand) |
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Daten & Fakten über Thailand
Hauptstadt und Regierungssitz Thailands: Bangkok (thailändisch:
Krung-theep)
Fläche Thailands: 513.115 km²
Höchste Erhebung Thailands: 2.565 m (Doi Inthanon)
Einwohnerzahl Thailands: 62 Millionen (geschätzt, Jahr
2000)
Verwaltungsgliederung: 73 Provinzen
Nationalfeiertag Thailands: 5. 12. (Geburtstag des Königs)
Verfassungstag Thailands: 10. 12.
Zeitzone: + 6 h gegenüber MEZ
(Die weltweite Zeitzonen finden Sie hier: "Thailand Infos"
/ "Weltweite Zeitzonen")
Thailands Politik
Offizielle Staatsform in Thailand ist seit 1932 konstitutionelle
Monarchie.
Staatsoberhaupt Thailands ist seit 1946 König Bhumipol
Adulyadej (Rama IX, geboren am 5. 12. 1927).
Seine offizielle Inthronisation fand 1950 statt. Trotz zahlreicher
Putschversuche war und ist Thailands König ein Symbol
nationaler Einheit und Stabilität. Allerdings hat er
nur wenige politische Befugnisse, die Regierungsgewalt liegt
beim thailändischen Premierminister, der die Regierungsgeschäfte
mit Hilfe des Kabinetts führt.
Die Legislative Thailands liegt in der Nationalversammlung,
die sich aus gewählten Abgeordneten des Repräsentantenhauses
und ernannten Mitgliedern des Senats zusammensetzt, die keiner
Partei angehören dürfen.
Die Legislaturperiode der Parlamentarier liegt bei 4 Jahren.
Das Allgemeine Wahlrecht erlangen Thailänder durch Vollendung
ihres 18. Lebensjahrs.
1932 verlor der damalige König Thailands durch die Revolution
seine politische Macht. Nichtsdestotrotz zollen die Thailänder
der Monarchie großen Respekt. Bspw. ist es gesetzlich
verboten – trotz Redefreiheit in politischen Berichterstattungen
– sich weder schriftlich noch mündlich in beleidigender
Weise über das Königshaus zu äußern.
Dem König selbst stehen die Thais sehr ehrerbietig gegenüber.
So werden bspw. Briefmarken mit dem Abbild des Königs
nicht mit der Zunge, sondern mit einem Schwamm befeuchtet,
Geldscheine sollten so in der Geldbörse verstaut werden,
dass das Gesicht des Königs nicht auf dem Kopf steht.
Ein bewusster Tritt auf einen Geldschein kann zu massivem
Ärger, im schlimmsten Fall sogar zu einer Gefängnisstrafe
führen.
Thailands Wirtschaft
Das Bruttosozialprodukt (BSP) Thailands betrug 1998 111.327
Millionen US-Dollar, was einem Pro-Kopf-BSP von 1.820 US-Dollar
entspricht.
Davon werden von der Landwirtschaft etwa 11 %, von der Industrie
41 %, die restlichen 48 % durch Tourismus und Dienstleistungen
erwirtschaftet.
Der Staatshaushalt Thailands betrug 1997 27.746 Millionen
US-Dollar, während die Ausgaben 28.750 Millionen US-Dollar
betrugen.
Währung ist der Thailändische Baht (THB), der 100
Satang wert ist.
Nicht nur der immer weiter expandierende Tourismus bringt
Devisen ins Land, auch ist Thailand seit knapp 2 Jahrzehnten
eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Asiens.
In den 80er Jahren investierten viele europäische und
amerikanische Konzerne in thailändische Firmen und Betriebe,
was die Wirtschaft und die exportorientierte Industrie nachhaltig
ankurbelte und Anfang der 90er Jahre zu einem kurzfristigen
Wirtschaftsboom führte.
Traditionell ist Thailands Landwirtschaft aber das Rückgrat
der Wirtschaft.
Thailand ist der fünftgrößte Agrarexporteur
der Welt, hauptsächlich werden Kautschuk, Tapioka, Maniok,
Zucker und Zuckerrohr, Reis und Fische ausgeführt. Ebenso
werden Mais, Kokosnüsse, Tabak und Sojabohnen angebaut.
Bis auf die Einfuhr von Weizen ist Thailand nahezu unabhängig
von Nahrungsmittelimporten.
Industriell werden Maschinen, elektronische Geräte, Textilien
und Bekleidung, Schuhe, Schmuck und Kunsthandwerk hergestellt
und exportiert. Des Weiteren werden elektrische Vorrichtungen
und Zubehörteile, integrierte Schaltkreise, Möbel
und Kunststoffe produziert.
Die wichtigsten Außenhandelspartner Thailands für
den Export sind neben den Vereinigten Staaten von Amerika,
Japan, Singapur, Hong Kong, Malaysia, Großbritannien
und Nordirland.
Importiert werden vor allem chemische und petrochemische Produkte,
Fahrzeugteile, Eisen und Stahl, Konsumgüter, Fahrzeugteile
und Nahrungsmittel.
Die wichtigsten Handelspartner Thailands für den Import
sind neben Japan und den Vereinigten Staaten, Deutschland,
Taiwan und ebenfalls Singapur und Malaysia. Als Rohstoffe
sind Zinn, Blei, Wolfram, Mangan, Braunkohle, Eisen, Kupfer,
Erdgas, Erdöl, Kautschuk und Holz zu nennen.
Die wichtigste Devisenquelle Thailands ist aber nach wie vor
der Tourismus, der entscheidend zum Wachstum im Dienstleistungssektor
beigetragen hat.
Trotz all dieser positiven Entwicklungen steht Thailand vor
großen Problemen. Hauptsächlich sind die schlechte
Infrastruktur und die Umweltprobleme zu nennen. Hohe Luftverschmutzung
und unkontrollierte Abholzung der Wälder – zwar
seit 1989 verboten, aber immer noch praktiziert – sind
die Hauptprobleme, die hierfür verantwortlich zeichnen.
Infrastruktur Thailands
Das thailändische Straßennetz umfasst etwa 50.000
km. Der Eisenbahnverkehr ist eher unbedeutend, das gesamte
Schienennetz umfasst weniger als 4.000 km.
Die Häfen in Bangkok, Sattahip, Map Tha Phut, Songkla
und Laem Chabang sind für den internationalen Handel
von großer Bedeutung.
Der internationale Flugverkehr Thailands
konzentriert sich neben Bangkok hauptsächlich
auf Phuket und Chiang Mai.
Hauptverkehrsmittel Thailands sind Busse, in den Städten
auch Taxen, Tuk-Tuks und Rikschas. Auch herrscht in Thailand
Linksverkehr!
Gesundheit, Risiken & Malaria in Thailand
- Thailands Gesundheitsversorgung
Die Gesundheitsversorgung in Bangkok und den Touristenzentren Thailands
ist sehr gut, in den ländlichen Regionen jedoch
lückenhaft.
Im Jahr 1993 gab es knapp über 100.000 Krankenbetten
und weniger als 14.000 Ärzte, was einem Durchschnitt
von knapp unter 4.500 Einwohner pro Arzt entspricht.
- Gesundheitsrisiken in Thailand
Die gesundheitlichen Risiken für westliche Touristen
in Thailand sind relativ gering, umsichtiges Verhalten vorausgesetzt.
Die Hygiene-Bedingungen sind im allgemeinen ebenfalls recht
gut, Thailänder selbst legen großen Wert auf Sauberkeit,
täglich mehrmaliges duschen ist keine Seltenheit.
Da in manchen Teilen Thailands die nötige Energie für
ausreichende Kühlmittel fehlt, kann es dort vorkommen,
dass die Speisen und Zutaten längere Zeit ungekühlt
in den Auslagen liegen. So sollte man in diesen Regionen gegebenenfalls
auf das Essen fahrender Händler, den Genuss ungeschälten
Obstes und auf unzureichend gekochtes oder gebratenes Essen
verzichten.
Impfungen sind für Thailand nicht zwingend vorgeschrieben.
Grundsätzlich aber schaden Cholera-, Hepatitis B- + C-,
Tetanus- und Polio-Schutzimpfungen nicht, egal welche Länder
Asiens bereist werden.
- Malaria in Thailand
Laut World Health Organisation gilt Thailand zwar als C-Land,
aber für den Reisenden besteht nur ein geringes Risiko,
an Malaria zu erkranken. So gelten nur die Grenzgebiete zu
Kambodscha und Laos als gefährdet. Der Süden und
die Regionen um Bangkok gelten als malariafrei.
Deutsche Reiseführer raten meist von chemischer Malaria-Prophylaxe
ab, während englischsprachige Reiseführer diese
eher befürworten. Auf alle Fälle sollten Vor- und
Nachteile der Prophylaxe-Medikamente abgewogen werden.
Auch sind viele der Anopheles-Mücken, die den Malaria-Erreger
übertragen, mittlerweile gegen die meisten der Prophylaxe-Präparate
resistent. Informationen zur Malaria-Situation auf Koh Chang
finden Sie hier: Koh Chang Informationen,
Malaria-Situation ... auf Koh Chang! |
Quellen: U.a. Microsoft Encarta Weltatlas 2001, Data Becker
Lexikon 2002. |
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